Was ist Leibrente?

Wikipedia definiert eine Leibrente wie folgt:

Eine Leibrente ist eine Zahlung (Rente), die bis zu einem bestimmten Ereignis – üblicherweise bis zum Tod des Empfängers der Rente – gezahlt wird. Es ist möglich, Hinterbliebenenrenten einzuschließen.

Ein Anwendungsfall für die Leibrente ist der Kauf eines Hauses. Der Kaufpreis wird bei Vereinbarung einer Leibrente nicht vollständig, sondern nur teilweise bezahlt (oder gar nicht). Der Käufer verpflichtet sich dann gegenüber dem Verkäufer, einen Teil des Kaufpreises sofort, und den Rest als monatliche Leibrente bis zum Tod des Verkäufers zu zahlen.

Wie kann so etwas aussehen?

a) Ein Mann (58 Jahre) verkauft sein Haus im Wert von 370.000 €. Monatlich ließe sich das Haus für 1320 € vermieten.
Als Kaufpreis könnte man einmalig 25.000 € vereinbaren, zuzüglich einer monatlichen Leibrente von 1.600 €. Der Mann zieht aus und übergibt die Immobilie sofort dem Käufer.

b) Ein Ehepaar (68 und 73 Jahre) entscheidet sich für verkaufen und wohnen bleiben. Es veräußert das oben genannte Haus für 20.000 € zuzüglich einer monatliche Rente in Höhe von 500 € und wohnt wie bisher im Haus weiter. Falls das Paar irgendwann ausziehen möchte, würde sich die Rente sich auf 1.500 € erhöhen. Für ein unbegrenztes Wohnrecht, beträgt das Mindestalter 65 Jahre.

c) Eine Frau (76 Jahre) wohnt in einem großen aber baufälligen Haus. Da größere Reparaturen von Dach & Heizung sowie zahlreiche Renovierungsarbeiten anstehen beträgt der Wert der Immobilie aber nur 290.000 €. Da das Haus groß genug ist, kann der Käufer sofort einziehen und die Verkäuferin gleichzeitig lebenslang in dem Objekt wohnen bleiben. Der Käufer zahlt monatlich 500 € zu der geringen Rente der Dame hinzu und übernimmt die Sanierungs- und Renovierungsarbeiten am Haus.

Wo liegen die Vorteile gegenüber einem normalen Verkauf?

Für den Verkäufer

Für den Käufer